ZU GAST IM LICHTSPIEL
Reihe NIE WIEDER
So., 30.08., um 12 Uhr
Der Regisseur ist anwesend. Im Anschluss an die Vorführung findet ein Filmgespräch statt.
Christoph Boekel ist Regisseur, Autor und Produzent von Dokumentarfilmen, der sich in seinen zahlreichen Filmen häufig mit dem Thema Krieg befasst. Er absolvierte ein Diplomstudium an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film, war Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm sowie des Internationalen Dokumentarfilmfestivals München.
Auszeichnung: Preis der deutschen Filmkritik 1982
Der lange Atem
„Die Bundesregierung erklärt ihre feste Entschlossenheit ... die Neubildung irgendwelcher Streitkräfte zu verhindern.“ Das ist Originalton Konrad-Adenauer aus dem Jahre 1949. Auch die SPD lehnte es damals ab, eine Wiederaufrüstung 'auch nur in Erwägung zu ziehen'. 1956 wurde die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. „Der lange Atem“ dokumentiert, wie in den 1950er Jahren von Bundeskanzler Adenauer die Wiederbewaffnung Westdeutschlands mit Unwahrheiten und undemokratischen Mitteln gegen den Willen der großen Mehrheit der Bevölkerung durchgesetzt wurde.
Tonaufnahmen, Fotos und Wochenschauausschnitte wechseln mit den Erinnerungen des Zeitzeugen Oskar Neumann. Der politische Widerstandskämpfer war im NS-Regime im KZ inhaftiert und später KPD-Stadtrat in München. Im Mittelpunkt steht sein Engagement gegen die Remilitarisierung. 1954 wurde er wegen seiner Mitarbeit im „Hauptausschuss für Volksbefragung“ wegen Hochverrats zu drei Jahren Haft verurteilt.
D 1981
R, B, K Christoph Boeke
R Beate Rose
K Gerard Samaan, Klaus Stanjek
o. A. / empf. ab 15 J.
95 Min.